Laut einem Sozialarbeiter einer Kontaktstelle für Wohnungslose endet die städtische Winterhilfe am 31. März, also kommenden Dienstag. Das heißt ab dann steht das zusätzliche Übernachtungsangebot in der Ostmerheimer Straße bis zum kommenden Winter nicht zur Verfügung. Menschen die auf der Straße leben sind dann gezwungen wieder auf die regulär bestehenden Unterbringungsangebote auszuweichen.

Wo man sich über entsprechende Unterstützungsangebote informieren kann.

Was tun, wenn ihr Menschen die auf der Straße leben antrefft, beziehungsweise diese euch ansprechen, der Akku vom Smartphone leer ist, ihr kein Netz habt oder nicht genau wisst wo man die Menschen hinschickt?

Grundsätzlich ist es so das die verschiedenen Träger untereinander vernetzt sind. Das heißt, wenn ihr jemanden zum Gulliver oder zur Bahnhofsmission schicken würdet, würde man den Obdachlosen dort mitteilen wo sie sich hinwenden müssen.

Unterstützung für Obdachlose aus EU-Mitgliedsstaaten (Vorgebirgsstraße)?

Diese ist meiner eigenen und persönlichen Meinung nach in Köln scheiße geregelt. Das heißt nicht, dass ich die Träger der entsprechenden Angebote oder die dort Mitarbeitenden kritisiere. Mir ist bewusst das sie keinen einfachen Job haben und ich kann durchaus nachvollziehen das es sinnvoll ist eine zentrale Anlaufstelle zu haben. Dennoch würde ich bei dem Angebot in der Vorgebirgsstraße nicht von einer Humanitären Hilfe sprechen.

Meines Wissens ergibt sich die Zuständigkeit aus dem Status der Menschen. Sprich, wenn sie aus einem osteuropäischen Mitgliedsland der Europäischen Union kommen und keine Leistungen, also kein Bürgergeld beziehen, ist man in der Vorgebirgsstraße zuständig. Wogegen man die Menschen, wenn sie Bürgergeld beziehen, beispielsweise zur Kontaktstelle für Wohnungslose des SKM am Bahnhofsvorplatz schicken könnte.

Sozialberatung?

In Köln gibt es verschiedene Stellen die Sozialberatung anbieten. Unter anderem, nicht nur, beim SSM (Sozialistische Selbsthilfe Mülheim), den KEAS (Kölner Erwerbslose in Aktion, in Kalk) oder bei der Linken (in Chorweiler beziehungsweise Mülheim).

Was noch wichtig ist zu erwähnen?

Auch wenn ich davon ausgehe das ihr es nicht tut, die Bitte dies nicht falsch zu verstehen.

Wichtig ist vor allem die Bereitschaft der Menschen Hilfen anzunehmen. Bedenkt dies bevor ihr euch entscheidet jemanden zu begleiten. Beispielsweise zur Fachstelle Wohnen der Stadt Köln oder einem Träger, wie den Sozialdienst Katholischer Männer zum Beispiel.

Der erste Schritt (Unterbringung)?

Dies nur als Beispiel. Ein Versuch darzustellen wie das abläuft wenn in Köln jemand auf der Straße lebt.

Es gibt, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, folgende Wege wie Menschen die in Köln auf der Straße leben zu einer Unterbringung kommen.

  • Durch Vorsprache bei der Fachstelle Wohnen der Stadt Köln. Man bekommt entweder eine Unterbringung in einem Einfachhotel zugewiesen oder bei Bedarf eine Vermittlung in die Unterbringung eines Träger.

  • Durch Vorsprache bei den Trägern. SkF, SKM oder Johannesbund gGmbH.

  • Vermittlung über die Notschlafstellen