Hätte ich nicht den Post von gelesen wäre das, auch wenn mir bekannt ist das es die Housing Action Days gibt, untergegangen. Eine Karte, die einen Überblick über weltweite Aktionen gibt, findet ihr auch auf der Homepage der European Action Coalition For The Right To Housing And To The City. Hinweis das diese Webseite auf Englisch ist. Eine Übersetzungsmöglichkeit in andere Sprachen gibt es auf der Homepage nicht.
Was ich sehr gut finde?
Die Toolbox auf der Homepage des Europäischen Netzwerks verschiedener wohnungspolitischer Organisationen. Die Möglichkeit Hintergrundgrafiken oder Kachelbilder (Sharepics) zur Nutzung zwecks Bewerbung einer Aktion herunterladen zu können. Das finde ich wegen der Wiedererkennung wichtig und wird meinem Eindruck nach zu oft unterschätzt. Ich habe dazu einen klaren Standpunkt. Wenn man sich vernetzt und wenn es gemeinsame Aktionen wie beispielsweise die Housing Action Days gibt, dann sollte man Materialien die für die eigene Öffentlichkeitsarbeit bereitsgestellt werden auch nutzen. Gleichermaßen wie entsprechende Hashtags.
Was ich schlecht finde?
Bei manchen das fehlende Bewusstsein, das fehlende Verständnis für die Notwendigkeit von Vernetzung und entsprechender Öffentlichkeitsarbeit. Ich will an einem Beispiel, worauf ich schon mal einging, erläutern wie das zu verstehen ist.
In der Vergangenheit nahm ich regelmäßig, zuletzt unregelmäßig und seit geraumer Zeit aus Gründen nicht mehr, an Kundgebungen anlässlich der Sitzungen des hiesigen Sozialausschuss beziehungsweise Stadtrat teil. Für mich waren es immer die gleichen Gesichter. Eigentlich nie mehr als ein Dutzend Teilnehmende. Lediglich einmal waren es mehr. Weil man den DGB und Mieterbund als Partner mit im Boot hatten und diese über ihre Kanäle auf die Aktion hinwiesen und zur Teilnahme aufriefen.
Es gab Gespräche wo wir im Kreise der Aktivisti vor Ort oder bei anderen Plena darüber sprachen. Einerseits war für mich klar worum es bei den Kundgebungen ging, die Botschaft die man in Richtung der Politik tragen wollte. Andererseits war für mich unklar was man mit der Aktion erreichen wollte. Einzelnen war gleich wieviele Teilnehmende zu den Aktionen kamen, ihnen war wichtig dass das Thema nicht unterging. Andere, auch ich, waren der Meinung man sollte schon schauen das man mehr Menschen mobilisiert. Genau deswegen an anderer Stelle die Erwähnung der Öffentlichkeitsarbeit.
Ich sprach im Kreise der betreffenden Aktivisti an das mir bewusst ist, dass es Themen gibt wo, gleich wie sehr man sich bemüht, man es nicht hinkriegt Massen zu mobilisieren. Wenn man vergleicht wieviele Gewerkschaften oder Fridays For Future auf die Straße bringen, oder jüngst Arsch Huh und Köln stellt sich quer. Das es auch jemand machen muss ist genauso klar. Allerdings ist es ein Fehler zu denken von nichts kommt nichts. Insofern sollte man nicht überrascht sein wenn keine neuen Gesichter zu Aktionen kommen oder, wenn überhaupt, selten Passantinnen und Passanten stehen bleiben und zuhören und mit den Aktivisti ins Gespräch kommen.
Meiner eigenen und persönlichen Wahrnehmung nach werden oft die folgenden Fehler gemacht.
Verbreitung der Informationen über geschlossene Kanäle (Messenger-Gruppen, E-Mail-Verteiler).
Fehlende Wiedererkennung bei Materialien (Banner, Handzettel (Flyer), Kachelbilder (Sharepics)).
Fehlende Zielgruppe.
Wenn eine breite Öffentlichkeit erreicht werden soll genügt es nicht sich bei der Veröffentlichung auf Plattformen us-amerikanischer Technikkonzerne (X, Meta) zu begrenzen.
Das heißt nicht das man auf jedem Sozialen Netzwerk präsent sein muss. Was man aber tun sollte entweder auf seiner Homepage eine Toolbox bereitstellen, wo man entsprechende Inhalte zum teilen findet oder einen Beitrag auf der Webseite und die Einladung den Link zu teilen.
Textlastige Flyer.
Nehme ich garnicht erst an und wenn, landen sie bei mir direkt im Papierkorb.
Handzettel sollten meiner Meinung nach lediglich die wesentlichen Informationen enthalten. In Stichpunkten.
Was? Art der Aktion. Hintergrund.
Wann? Datum. Uhrzeit (von ... bis ...).
Wo? Veranstaltungsort. Beziehungsweise bei einer Demo Startpunkt.
Auch hier keine Romane oder zu viele Informationen die die Betrachter eher verwirren.
Theo-Burauen-Platz genügt zum Beispiel. Erwähnungen wie Spanischer Bau oder vor dem Ratssaal sind unnötiges Beiwerk.