Das Hamburger Straßenmagazin veröffentlichte jüngst einen Beitrag (https://www.hinzundkunzt.de/stadt-raeumt-platten-und-dann/) wo es um die Antwort des auf eine Anfrage der geht. Ich vermute die unter https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/lib/pdfjs/web/viewer.html?locale=de-DE&file=https%3A%2F%2Fwww.buergerschaft-hh.de%2Fparldok%2Fdokument%2F104513%2F23_04663_unterbringung_obdachloser_menschen_in_hamburg_auslastung_wartezeiten_und_kapazitaeten#pagemode=none in der Antwort der Senatsverwaltung veröffentlichten Fragen sind gemeint. Die sozialpolitische Sprecherin der Hamburger Linksfraktion fordert mehr aufsuchende Sozialarbeit und schrieb

Wer Schlafplätze räumt, ohne den betroffenen Menschen eine tragfähige Perspektive zu bieten, verschiebt das Problem lediglich.

Nachfolgend meine eigenen und persönlichen Anmerkungen zum Thema des veröffentlichten Beitrag und der zitierten Aussage der sozialpolitischen Sprecherin der Hamburger Linksfraktion.

  • Wichtig ist nicht nur den Menschen die auf der Straße leben eine tragfähige Perspektive zu geben, sondern deren Bedarfe und Wünsche in den Vordergrund zu stellen und nicht, was das System ihnen vorschreibt.

  • Das heißt, man muss mit den Menschen die auf der Straße leben reden, statt über sie.

    • Nicht ausgelagert ausgelagert (wie in Köln, beispielsweise in einer Fachgruppe Partizipation in der Stadtarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenpolitik), also nicht in Scheindebatten in Pseudogremien, sondern in den entsprechenden Soziaausschüssen.

  • Selbstverständlich ist es nicht verwerflich wenn man in den entsprechenden Debatten verschiedene Akteure mitnehmen will. Mir ist auch bewusst das manche Dinge ihre Zeit brauchen und die Kommunen beziehungsweise Länder keinen Einfluss darauf haben. Trotzdem darf man nicht erneut Energie dafür aufbringen das Rad schon wieder neu zu erfinden (wie bei Housing First zum Beispiel). Man muss mit den Erkenntnissen die man aus den Antworten von Anfragen oder anderen verlässlichen Quellen hat arbeiten und dabei strukturiert vorgehen. Zum Beispiel?

    • Für Menschen die auf der Straße leben Perspektiven schaffen indem man die Verweildauer für die Unterkünfte neu regelt.

      • Einmal aufgenommen, zugewiesen müssen die Menschen so lange bleiben können bis sie eine Wohnung haben oder eine Unterkunft auf eigenen Wunsch hin aus anderem Grund verlassen.

    • Die Entrechtung über sogenannte Nutzungsvereinbarungen muss ein sofortiges Ende haben.

      • Bei allen Unterkünften, die Notschlafstellen ausgenommen, müssen die Menschen einen Mietvertrag erhalten.

    • Die Koppelung der Aufnahme in eine Unterkunft an die verpflichtende Teilnahme an einer Sozialberatung muss abgeschafft werden und freiwillig sein.

      • Das ist ein konkreter Grund weswegen manche Obdachlose die bestehenden Angebote nicht annehmen. Weil sie sich nicht entrechten, bevormunden lassen, sondern selbstbestimmt leben und frei entscheiden wollen.

      • Es muss insofern mehr Angebote für Bewohnerinnen und Bewohner ohne Betreuung (BoB) geben.

    • Bei den Notschlafstellen muss künftig ausschließlich das Motto gelten, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Die Herkunft der Menschen und ob sie leistungsberechtigt sind oder nicht darf keine Rolle spielen.